
Julian R. ist 29 Jahre alt, kommt aus Innsbruck und strahlt eine Wärme aus, die ansteckt. Lange war sein Alltag von Auftragsarbeiten in der Tagesstruktur der Lebenshilfe Tirol geprägt. Aber Julian wollte mehr. Heute arbeitet er als Servicekraft bei Uni Gast in Innsbruck. Mit eigenem Gehalt. Eigenen Plänen. Und einem Lächeln, nach dem die Gäste fragen, wenn er mal nicht da ist.
Der Weg dorthin
Der Wechsel gelang über Job.Chance.Tirol und eine Arbeitserprobung durch das AMS. Uni Gast zeigte sich von Beginn an offen, für die Anstellung, für Tätigkeiten, die seinen Fähigkeiten angepasst sind, und für einen Menschen, der einfach eine echte Chance verdient. Seit April 2024 ist Julian fix dabei.
Was sich verändert hat
Wer Julian heute erlebt, sieht einen Menschen, der aufgeblüht ist. Er ist selbstständiger geworden, selbstbewusster, nicht mehr auf Taschengeld angewiesen. Er geht mit Freunden aus, plant seinen Urlaub, leistet sich Tätowierungen und spart für seine zukünftige Selbstständigkeit. Das sind keine Kleinigkeiten. Das ist ein Leben, das er sich selbst gestaltet.
Seine Mutter bringt es auf den Punkt: Julian wird so genommen, wie er ist. Er hat das Gefühl der Dazugehörigkeit gefunden, bekommt echte Wertschätzung und ist mitten unter Menschen, auch jüngeren. Er hat viele neue Bekanntschaften gemacht. Das hat ihn verändert, auf die beste Art.
Was Unternehmen dabei gewinnen
Uni Gast bestätigt: Julian ist ein wichtiger Teil des Teams geworden. Wenn er nicht da ist, fragen die Gäste nach ihm. Seine fröhliche, sonnige Art bereichert den Arbeitsalltag und schafft eine Atmosphäre, die man nicht verordnen kann. Sie entsteht einfach, wenn der richtige Mensch am richtigen Ort ist.
Inklusion rechnet sich
Was viele nicht wissen: Julians Anstellung spart der öffentlichen Hand rund 66 Prozent der früheren Kosten. Keine Tagsätze aus dem Teilhabegesetz, dafür ein Entgeltzuschuss des Sozialministeriumservice und ein junger Mann, der seinen Weg geht. Für Julian. Für sein Team. Und für alle, die noch zweifeln, ob der Mut sich lohnt. Er lohnt sich.
