„Mit langem Atem und viel Vorbereitung endlich zum Traumjob."
„Mit langem Atem und viel Vorbereitung endlich zum Traumjob."
Eine Frau steht hinter der Theke eines Cafés und trocknet Geschirr ab. Vor ihr stehen Gläser und Teller, im Hintergrund sind Kaffeemaschine, Regale und Gäste zu sehen.
© Lebenshilfe Tirol

Verena K. ist 32 Jahre alt, kommt aus Schwaz und hat sich ihren Weg mit viel Geduld und Willen erkämpft. Fast 10 Jahre lang war ihr Alltag von einem Qualifizierungsangebot der Lebenshilfe geprägt, auf Tascheldgeldbasis, mit vielen kleinen Schritten, aber einem großen Ziel. Heute arbeitet sie im Café insieme in Schwaz. Mit echtem Gehalt. Echtem Lohn am Ende des Monats. Und einem Gefühl, das sie selbst am besten beschreibt: ihr Leben endlich selbst in der Hand zu haben.

Der Weg dorthin

Der Wechsel gelang durch eine umfangreiche Qualifizierung und die gezielte Begleitung durch eine Jobcoachin von Job.Chance.Tirol. Kleine Lernerfolge, kontinuierliches Training und der unbedingte Wille von Verena machten es möglich: Sie erlangte einen Halbtagsjob im Service des Café insieme in Schwaz. Die Jobcoachin begleitet sie weiterhin alle zwei Wochen, aber der Trend ist klar: Im Betrieb klappt es so gut, dass diese Treffen bald nicht mehr nötig sein werden.

Was sich verändert hat

Wer Verena heute erlebt, sieht eine Frau, die angekommen ist. Sie kauft sich, was sie möchte, spart für den Urlaub, richtet ihr Zimmer nach ihrem Geschmack ein. Diese neue Selbstständigkeit macht sie stolz. Ihre eigenen Worte sprechen für sich: Zum ersten Mal verdient sie ihr eigenes Geld und entscheidet selbst, wofür sie es ausgibt.

Ihre Mutter erinnert sich an einen langen, oft anstrengenden Weg. Verena kam als Frühgeburt zur Welt, war oft krank, vieles hat länger gedauert. Mit Therapien und viel Förderung hat sie Schritt für Schritt ihren Weg gemacht. Heute sagt ihre Mutter mit Überzeugung: Verena war immer eine Kämpferin. Und heute ist sie angekommen, im ersten Arbeitsmarkt und im Leben.

Was Unternehmen dabei gewinnen

Die Arbeitgeberin des Café insieme bestätigt: Verena ist längst ein fester Teil des Teams. Den Café-Alltag ohne sie kann sie sich nicht mehr vorstellen. Anfangs gab es Unsicherheiten, ob der schnelle Rhythmus im Gastgewerbe zu viel sein könnte. Doch Verena hat sich unglaublich gut entwickelt. Die Botschaft ist klar: Sie gehört dazu, und das Team ist froh, dass sie da ist.

Inklusion rechnet sich

Verenas Geschichte zeigt, was möglich ist, wenn Begleitung, Geduld und ein offenes Unternehmen zusammenkommen. Fast 10 Jahre Qualifizierung, ein mutiger Schritt in den ersten Arbeitsmarkt und ein Team, das sie aufgenommen hat wie eine von ihnen. Für Verena. Für ihre Familie. Und für alle, die noch zögern, ob der Weg sich lohnt. Er lohnt sich.