
Alexander V. ist 40 Jahre alt, kommt aus Klagenfurt und liebt es, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Lange war sein Alltag von der Werkstatt geprägt – Gartenarbeit, Wäscherei, Tonprodukte. Heute arbeitet er als Küchenhilfe bei IKEA Klagenfurt. Mit eigenem Gehalt. Eigener Sozialversicherung. Und einem Lächeln, das für sich spricht.
Der Weg dorthin
Der Wechsel gelang durch „Projekt 27″ der Lebenshilfe Kärnten: Alexander startete mit einem Praktikum in der IKEA-Küche. IKEA war von Anfang an offen – für Langzeitpraktika, für Begleitung am Arbeitsplatz, für den etwas anderen Weg. Im Juni 2025 wurde Alexander fix übernommen.
Was sich verändert hat
Wer Alexander heute erlebt, sieht einen anderen Menschen – selbstbewusster, unabhängiger, voller Pläne. Er kauft sich seine eigene Kleidung. Er lädt die Familie zum Essen ein. Er zahlt freiwillig in die Haushaltskassa ein. Und er steht vor Gruppen und erzählt offen von seinen Erfahrungen.
Seine Vater bringt es auf den Punkt: Er ist gereift. Er trifft seine eigenen Entscheidungen. Er wirkt ausgeglichen und belastbar – auf eine Art, die man früher so nicht kannte.
Was Unternehmen dabei gewinnen
IKEA bestätigt: Die Zusammenarbeit hat das Team verändert. Achtsamkeit, Wertschätzung und Teamgeist sind gewachsen. Inklusion wird nicht als Aufwand erlebt, sondern als echte Bereicherung – für die Unternehmenskultur und für jeden Einzelnen im Team.
Inklusion rechnet sich
Was viele nicht wissen: Inklusion am Arbeitsmarkt ist nicht nur sinnvoll, sondern auch kostengünstiger als gedacht. Im Fall von Alexander sanken Kosten für das Land Kärnten durch seine Anstellung um 70 % pro Jahr . Ein starkes Argument, auch finanziell.
