
Gerhard F. ist 46 Jahre alt, kommt aus Tirol und packt gerne an. Lange war sein Alltag von der Werkstätte der Lebenshilfe Holzwürmer in Schwaz geprägt, Holzarbeiten, feste Strukturen, ein vertrauter Rahmen. Aber Gerhard wollte mehr. Heute arbeitet er bei der Gemeinde Wiesing, im Bauhof, in der Verwaltung, in der Reinigung. Mit echten Aufgaben. Echten Kolleginnen und Kollegen. Und der festen Überzeugung, genau dort zu sein, wo er hingehört.
Der Weg dorthin
Der Einstieg begann mit einer Anfrage der Gemeinde Wiesing, die aktiv nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Behinderung gesucht hat. Das ist keine Selbstverständlichkeit und genau das macht diesen Fall besonders. Gerhard startete mit Gartenarbeit und diversen Hilfstätigkeiten in verschiedenen Einrichtungen der Gemeinde. Seit Jänner 2025 ist er fix dabei.
Was sich verändert hat
Wer Gerhard heute erlebt, sieht einen Menschen, der aufgeblüht ist. Er ist selbstständiger geworden, selbstbewusster, offener. Er geht ins Fitnesscenter, ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und ein aktiver Teil seiner Gemeinschaft. Das sind keine Kleinigkeiten. Das ist ein Leben, das er sich selbst gestaltet.
Was Unternehmen dabei gewinnen
Die Gemeinde Wiesing bestätigt: Gerhard ist ein Teil des Teams. Die Zusammenarbeit hat Offenheit und Toleranz im Team gestärkt, nicht als Programm, sondern als gelebte Haltung. Dass die Gemeinde selbst aktiv auf die Suche gegangen ist, zeigt: Inklusion beginnt nicht mit Abwarten, sondern mit dem Mut, den ersten Schritt zu machen.
Inklusion rechnet sich
Personal- und Mentorenzuschüsse unterstützen Unternehmen und Gemeinden, die diesen Weg gehen. Und Gerhards Geschichte zeigt: Der Gewinn geht weit über das Finanzielle hinaus. Für Gerhard. Für sein Team. Und für eine Gemeinde, die bewiesen hat, dass echte Inklusion möglich ist, wenn man sie wirklich will.
