Nach 45 Jahren endlich angekommen.
Nach 45 Jahren endlich angekommen.
Zwei Männer sitzen an einem Tisch in einem Büro und unterschreiben gemeinsam ein Dokument. Einer trägt eine rote Jacke und hält einen Stift in der Hand, der andere hält ein Blatt Papier und lächelt. Auf dem Tisch liegen weitere Unterlagen, im Hintergrund sind Ordnerregale und ein Fenster zu sehen.
© Caritas Österreich

Werner A. ist 64 Jahre alt, kommt aus Vorarlberg und hat sein Leben lang nicht aufgehört zu träumen. 45 Jahre lang war sein Alltag von Werkstätten geprägt, in Bludenz, in Schruns, immer fleißig, immer verlässlich. Aber der Wunsch nach mehr blieb. Heute arbeitet er beim Hagebaumarkt in Nüziders. Mit eigenem Gehalt. Eigener Anerkennung. Und einem Stolz, der keine weiteren Worte braucht.

Der Weg dorthin

Der Wechsel gelang durch „Kompass“ der Caritas Österreich: Bereits von 2016 bis 2020 sammelte Werner erste Erfahrungen außerhalb der Werkstatt, mit einem Außenarbeitsplatz im Hotel Zimba. Das war der Anfang. Seit Juni 2022 arbeitet er nun mit 20 Wochenstunden beim Hagebaumarkt in Nüziders, fest, verlässlich, mittendrin.

Was sich verändert hat

Wer Werner heute erlebt, sieht einen anderen Menschen, selbstbewusster, stolzer, mit einem neuen Gefühl für den eigenen Wert. Der Arbeitsplatz bedeutet für ihn Anerkennung. Selbstständigkeit. Und die Gewissheit, gebraucht zu werden.

Seine Familie war anfangs skeptisch. Heute weiß sie: Es war die richtige Entscheidung. Die Veränderung zeigt sich täglich: Im Selbstbewusstsein, im Lebensalltag, in der persönlichen Zufriedenheit, die Werner ausstrahlt.

Was Unternehmen dabei gewinnen

Der Hagebaumarkt bestätigt: Werner ist ein geschätztes Teammitglied und fester Bestandteil des täglichen Ablaufs. Seine Mitarbeit wird als große Bereicherung erlebt. Das Unternehmen geht noch einen Schritt weiter: Es bietet gleich mehrere integrative Arbeitsplätze an. Inklusion ist hier keine Ausnahme, sondern gelebte Haltung.

Inklusion rechnet sich

Werners Geschichte zeigt: Es ist nie zu spät. Und 45 Jahre Warten lohnen sich, wenn am Ende ein Traum wahr wird. Für Werner. Für sein Team. Und für eine Gesellschaft, die zeigt, dass echte Teilhabe möglich ist, wenn man sie zulässt.