„Mit Holz arbeite ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang."
„Mit Holz arbeite ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang."
„Person steht in einer Werkstatt an einer Werkbank und arbeitet mit einem Werkzeug. Im Hintergrund sind Werkzeuge, Regale und ein Fenster zu sehen.“
© die integrativen betriebe österreich

Herr Tobias P. ist 28 Jahre alt, kommt aus dem oberösterreichischen Mühlviertel und hat sich sein Ziel nie nehmen lassen. Das Tischlerhandwerk liegt ihm im Blut: Der Großvater war Tischler, der Vater leidenschaftlicher Hobbytischler. Nach der Schule begann Tobias eine Ausbildung zum Tischlereitechniker. Dann kam die Diagnose: Hirntumor. Er kämpfte. Und er gewann. Heute arbeitet er beim Integrativen Betrieb teamwork in Linz. Als Tischler. Mit echter Verantwortung. Und der Gewissheit, genau dort zu sein, wo er hingehört.

Der Weg dorthin

Der Krebs war besiegt, aber eine Beeinträchtigung in der linken Hand blieb. An den ursprünglichen Lehrberuf war zunächst nicht zu denken. Tobias orientierte sich um, suchte weiter und fand beim Integrativen Betrieb teamwork eine neue berufliche Heimat. Was ihn dort hielt: Nicht die Beeinträchtigung steht im Vordergrund, sondern das gemeinsame Ziel. Heute absolviert er zusätzlich einen Lehrgang zum CNC-Techniker.

Was sich verändert hat

Wer Tobias heute erlebt, sieht einen Menschen, der angekommen ist. Er arbeitet nicht einfach als Tischler. Er lebt seine Berufung. In der Freizeit bearbeitet er in der hauseigenen Werkstatt gefundene Holzstücke, haucht ihnen Leben ein, wie er selbst sagt. Unabhängigkeit ist ihm wichtig. Und dazu gehört, seiner Überzeugung nach, ein guter Job.

Was Unternehmen dabei gewinnen

Beim Integrativen Betrieb teamwork steht nicht die Einschränkung im Mittelpunkt, sondern das Miteinander. Tobias ist kein Sonderfall, er ist ein vollwertiges Teammitglied, das seinen Teil zum gemeinsamen Ergebnis beiträgt. Inklusion ist hier keine Geste. Sie ist Arbeitsalltag.

Inklusion rechnet sich

Tobias‘ Geschichte zeigt, was möglich ist, wenn ein Betrieb nicht auf Defizite schaut, sondern auf Potenziale. Eine Beeinträchtigung hat seinen Weg verändert, aber nicht gestoppt. Für Tobias. Für sein Team. Und für eine Arbeitswelt, die begreift: Wer Türen öffnet, gewinnt Menschen, die wirklich mitreißen.