48 Jahre. Und endlich da, wo ich hingehöre.
48 Jahre. Und endlich da, wo ich hingehöre.
Auf dem Bild sieht man einen Mann in einer Logistik- oder Lagerhalle, der ein Paket in den Armen hält und in die Kamera lächelt. * Er trägt eine schwarz-gelbe Jacke und eine Brille. * In seinen Händen hält er ein graues Versandpaket mit aufgeklebtem Versandetikett. * Im Hintergrund stehen mehrere große Metall-Transportkäfige auf Rollen, wie sie in Verteilzentren verwendet werden. * Rechts im Bild ist ein Förderband zu sehen, das durch die Halle verläuft. Die Umgebung wirkt wie ein Paket- oder Logistikzentrum, und die Szene vermittelt den Eindruck von Arbeit im Versand oder in der Paketverteilung.
© Lebenshilfe Region Judenburg

Günter W. ist 48 Jahre alt, kommt aus der Steiermark und hat sein Ziel nie aus den Augen verloren. Lange war sein Alltag von der Werkstätte Wasendorf geprägt, Instandhaltungsarbeiten, Grünpflege, Küchendienst. Solide, verlässlich, aber nicht das, was er sich wirklich wünschte. Heute sortiert er Pakete bei der Österreichischen Post AG. Mit eigenem Gehalt. Eigener Verantwortung. Und der Gewissheit, genau dort zu sein, wo er von Anfang an bleiben wollte.

Der Weg dorthin

Der Wechsel gelang durch das Projekt Step by Step der Lebenshilfe Region Judenburg. Günter startete mit einem Langzeitpraktikum und Begleitung direkt am Arbeitsplatz. Die Österreichische Post AG zog von Beginn an mit: Ein Mentorensystem wurde eingeführt, Strukturen wurden auf Günter abgestimmt, damit er sich von Anfang an leichter tun konnte. Seit März 2026 ist er fix übernommen.

Was sich verändert hat

Wer Günter heute erlebt, sieht einen anderen Menschen. Selbstbewusster, unabhängiger, zielstrebiger. Er spricht vor Gruppen, wurde aktiv in Teamsitzungen eingebunden und hat eine belastbare Vertrauensbasis zu seinen Führungskräften aufgebaut. Er traut sich, Probleme anzusprechen, und wächst dabei jeden Tag ein Stück weiter.

Was Unternehmen dabei gewinnen

Die Österreichische Post AG erlebt Inklusion nicht als Pflicht, sondern als Chance. Das Unternehmen bringt es selbst auf den Punkt: Echte, gelebte Inklusion im Berufsalltag ist für sie weit mehr als eine soziale Verpflichtung. Sie ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Wer Barrieren abbaut, öffnet die Tür für Talente und Perspektiven, die das Team bereichern und stärken. Im Team ist Inklusion längst als Bereicherung angekommen, getragen von echter Wertschätzung.

Inklusion rechnet sich

Günters Geschichte zeigt, was möglich ist, wenn ein Unternehmen nicht nur offen ist, sondern aktiv mitgestaltet. Ein Mentorensystem, angepasste Strukturen, echte Begleitung. Das sind keine großen Investitionen. Aber sie machen den Unterschied. Für Günter. Für sein Team. Und für eine Arbeitswelt, die begreift: Vielfalt ist kein Aufwand, sondern ein Gewinn.